Interview mit Fotograf Claus Döpelheuer von madpixs

Claus Döpelheuer ist der Fotograf der das Superflavor-Header-Bild während des Freestyle Worldcups auf Fuerte geschossen hat. Grund genug für uns mal mit ihm über Windsurfen und Fotografie zu unterhalten.

Hi Claus, ich weiß dass du selbst ein guter Windsurfer bist. Was gab´s zuerst bei Dir – Windsurfen oder die Fotografie?

He Benno! Das ich ein guter Windsurfer bin klingt super! Aber verzehrt die Tatsachen doch erheblich. Ich würde mein Stand als: „Ich komme immer wieder zurück an den Strand“ bezeichnen. Wobei ich offen lasse wie…?!
Aber um auf die Frage zurück zu kommen: Eindeutig die Fotografie. Ich fotografiere seit dem ich 12 Jahre alt bin mit allem was ein Linse hat und wo ein Film reingeht. Ich habe damals auch die Filme selbst entwickelt und die Bilder in der Dunkelkammer abgezogen.

Windsurfen kam erst in mein Leben als ich 16 wurde. Das habe ich wie viele Hamburger Schüler auf einer Klassenfahrt zum Hohendeicher See (Oortkatener See) gelernt. Ich fand das Feeling beim Surfen so klasse, dass ich so viel Zeit wie nur möglich am Wasser verbracht habe. Selbst al ich nicht Surfen konnte. Da habe ich meine ersten WIndsurfbilder gemacht. Von meinen Klassenkameraden.


Wer in den Magazinen aufmerksam die Namen der Fotografen checkt, der findet regelmäßig deinen Namen. Bist Du reiner Sportfotograf?

Nein ganz und gar nicht. Ich sehe mich selber auch beim Windsurfen nicht unbedingt als Sportfotograf. Ich fotografiere immer Menschen und versuche auch beim Windsurfen der Sportler in den Vordergrund zu stellen. Es geht klar um die Moves, die Power, den Speed aber für mich auch immer um den Fahrer. Jeder Fahrer hat seinen individuellen Stil. Und den versuche ich auch auf den Bilder durchscheinen zu lassen. Ich habe ein Studio in Hamburg wo ich hauptsächlich Menschen fotografiere.Eigentlich ist das Fotografieren beim Surfen eher Spaß an der Sache. Es ermöglicht mir Zeit am Strand zu verbringen um auch selber aufs Wasser zu kommen.


Was sind deine Lieblingsmotive?

Das kann ich so gar nicht beantworten. Auf jeden Fall die kraftvollen Bilder die einen Move auf einen Bruchteil einer Sekunde einfrieren und die gesamte Dynamik des Windsurfens zeigt. Verdrehtes Top, verdrehter Fahrer und viel Wasser in der Luft. So stell ich mir ein gutes Bild vor! Aber ich mag auch die Sidepics bei Events. Wo die Fahrer am Strand stehen und in irgend einer interaktion stehen. Ich bin halt ein Portraitfotograf.


Was reizt Dich Windsurfen zu Fotografieren?

Es ist die Kraft des Sports, der immer irgendwie leicht aussieht. Beim Freestyle das verdrehte in der Lufthängen. Beim Freeriden das in den Horizont surfen. Beim Wavesailing einfach der Spray und die Sprünge. Ich finde es reizvoll einen Move in einer tausendstel  Sekunde fest zu halten. Mit dem Sport ist ein ganz gewisser Lebensstil verbunden, den ich  sehr mag. Entspannter Umgang mit einander. Sich treffen und darauf warten ob der Windfindermensch sich heute wieder irrt oder wirklich recht hat mit seiner vorhersage.


Fotografierst Du nur bei Wettkämpfen Pros oder was muss man machen, damit du den  Auslöser betätigst?

Nein überhaupt nicht. Mann findet mich auch häufig bei gutem Wind an den einschlägigen Spots an der Ostsee. Und ich bin auch für Sessions buchbar. Ich kann das nicht umsonst machen aber man kann so eine Session für 150 € buchen. Anschliessend bekommt man alle Bilder des Shoots auf DVD ROM in voller Auflösung und hat sicher einige sehr geiler Shots von sich selber. Wem das zu teuer ist, kann sich ja mit Freunden zusammen tun und so den Preis drücken. Wem das auch noch zu Teuer ist kann mich auch einfach ansprechen und ich zeige ihm dann seine Bilder die er dann bei mir kaufen kann.



Bei einigen Actionshots, die Du beim Freestyle World Cup auf Fuerte gemacht hast sieht´s teilweise ziemlich eng aus. Hast Du schon mal was abbekommen?

Ja, es war schon einige Male eng. Aber einen richtigen Einschlag hat es zum Glück noch nicht gegeben. Aber ohne Helm würde ich das nicht machen! Aber die Pros können der Art gut fahren. Es ist sagenhaft wie genau die Ihre Moves platzieren. Die Springen so einen Ponch Kono oder was auch immer auf den Zentimeter genau. Und nicht nur einmal.


Du bist ja hin und wieder auch auf dem Priel und in Großenbrode mit GPS-Gerät am Arm unterwegs. Was ist Dein Topspeed?

Ja, das Stimmt! Ich bin ja eins der größeren Kinder im Windsurfen mit zur Zeit über 135 Kg. Da ist man froh, wenn man überhaupt gleitet. Allerdings wenn es Windig ist, wird man auch schnell. Bei viel Wind meint man ja, dass das hohe Gewicht nur Vorteile bringt; dem ist aber nicht so wie ich feststellen konnte. Je mehr WInd wir haben, desto böiger wird er in der Regel auch. In Windlöchern zwischen den Böen ist das Gewicht dann wirklich von Nachteil, weil das Material dann einfach nicht richtig los will oder schnell wieder an Geschwindigkeit verliert. Aber es hatte schon einige Tage an denen es ganz gut lief. Mein Ziel in der nächsten Saison ist es an die 70 km/h zu kommen. Schauen wir mal…


Nimmst Du an Wettkämpfen, wie dem German Speed King oder der Deutschen Speed Tour, teil?

Nein, ich bin nicht der Wettkampftyp im Sinne einer solchen Veranstaltung. Aber dabei bin ich immer. Als Mitglied im VDS (Verein Deutscher Speedsurfer) bin ich natürlich bei den Veranstaltungen dabei. Allerdings steht bei mir der Spaß im Vordergrund. Und das bedeutet für mich mittendrin zu sein und zu Fotografieren. Die Stimmung bei den Events ist immer ziemlich entspannt und sehr Familiär.


Bei welchen Events wirst Du dieses Jahr wieder Fotos machen?

Das steht noch nicht sicher fest. Da ich neben der Sportfotografie noch ein Studio in Hamburg betreibe, kann ich nur zu Events fahren wenn ich dort auch gebucht bin. Und da sind noch einige Termine offen. Ich hoffe aber auf Fuerte, weil dieser Worldcup ein wirklich besonderer ist und sicher auch Sylt. Ich würde auch gerne nach Klittmöller…schauen wir mal das Jahr ist jung …


Was willst Du uns noch so auf den Weg bringen?

Gebt immer schön Vollgas!

Danke Claus für deine Zeit.

Wer Kontakt zu Claus Döpelheur aufnehmen möchte, kann dies über seine Email-Adresse tun: claus@madpixs.de auf seiner noch recht jungen Seite madpixs.de findet ihr weitere Actionshots der letzten Zeit.

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  3 comments for “Interview mit Fotograf Claus Döpelheuer von madpixs

  1. 22. Februar 2011 at 18:00

    Bei den Fotos, die Du produzierst, müsstest Du doch überbucht sein…

  2. Claus Döpelheuer
    22. Februar 2011 at 21:20

    Hey Gerd,

    danke für die Blumen! So ist es nicht. ich habe noch Platz im Kalender;-)
    Gruß
    Claus

  3. 23. Februar 2011 at 19:13

    Na, das Jahr ist ja noch jung. Ich drück Dir mal die Daumen 🙂

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