Speedsurf DM 2009 auf Fehmarn

speed dm 09Vom 5.September bis 13.September 2009 lud der Verein Deutscher Speedsurfer (VDS) zur Deutschen Meisterschaft im Speedsurfen in Orth auf Fehmarn ein. Angemeldet waren die schnellsten deutschen Windsurfer wie der letztjährige Sieger Michael Naumann (GER 14), der zurzeit schnellste deutsche Windsurfer, Thomas Döblin sowie einige sehr Erfolgreiche Speedsurfer der letzten Jahre.

Dank der guten Organisation des Events und des immer zunehmenden Windes am ersten Regattatag war die Stimmung im Fahrerlager positiv, so das auf der Regattawiese vor dem ersten Lauf entspannt die Materialschlacht begann.

Windmessung

Bei böigem Westwind im Mittel mit 23 Knoten und extrem kabbeliger Wasseroberfläche wurde schnell aus Spaß Ernst. Das Wasser fühlte sich permanent so an, als ob man mit 100km/h im Auto in einer verkehrsberuhigten Zone auf eine Bodenwelle fahren würde…  Der Wind legte bei durchziehenden Wolken noch einige Knoten drauf, so dass Böen mit bis zu 35 Knoten (8Bft) übers Wasser fegten.


Speed DM2


Nach nur einer halben Stunde Pause wurde das zweite Rennen bei noch rauheren Bedingungen gestartet, was den 500m langen Kurs zu einer waren Tortour hat werden lassen – wie lang und hart 500m bei 8Bft am Limit sind kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst mal erlebt hat.

Das dritte und letzte Rennen brachte einige Fahrer konditionell an ihre Grenzen. So konnten einige Abgänge und Stürze beobachtet werden, bei denen zum Glück niemand ernsthaft verletzt wurde. Dennoch mußte die Rettungscrew vom Boot zwei mal helfen. Für einige Masten, Gabeln und Segel gab es keine Hoffnung mehr. Crash-König war Thomas Malassa, der mit einem Sturz Gabel, Mast und Board zerstörte. Zum Glück hatte auch er sich nicht Verletzt.

Der zweite Tag begann erneut mit ausreichend Wind. Aus Sicht vieler Fahrer zum Glück nicht mehr ganz so stark wie am Vortag aber stark genug um zwei Rennen zu starten. Zum Nachmittag wurde der Wind immer unbeständiger und die Geschwindigkeiten waren deutlich langsamer im Vergleich zum Vortag. Als der Wind dann auch noch seine letzte Kraft verloren hatte wurde entschieden, keine weiteren Rennen zu starten.

Speed DM1

Beide Renntage wurden vom Kieler Alexander Lehmann dominiert. Auf dem zweiten Platz landete der letztjährige Sieger Michael Naumann gefolgt von Thorsten Mallon.

Bei den Frauen fuhr die Siegerin des letzten Jahres, Kathrin Stein, auf den zweiten Platz hinter Birgit Höfer.

Speed DM3

Die folgenden zwei Tage war schönes Wetter, die genutzt die Spuren des „Kampfes“ am Material der Wettkampftage zu entfernen und das Material zu optimieren. Michael Naumann gab einen Workshop zum optimieren von Racesegeln und hatte einige sehr nützliche Tipps aus dem DWC zum trimmen von Racesegeln.


Am fünften Tag erreichte der Wind gegen 16:00h gleitfähige 13 Knoten. Einige Fahrer versuchten ihr Glück mit leichtwind Material auf dem Wasser. Als der Wind weiter zunahm, entschied die Regattaleitung ein Funrace zu starten. Bei Wind bis zu 20 Knoten in Böen versuchte jeder Teilnehmer so schnell wie möglich auf dem Wasser zu fahren. Dabei gab es im Gegensatz zum regulären Rennen keinen festgesetzten Kurs. Am Ende des Rennens wurden dann die 5 schnellsten 10 Sekunden eines jeden Teilnehmers gewertet.

Da der Wind leider nicht für weitere Wettkämpfe reichte, änderte sich an der Platzierung aus den ersten beiden Wettkampftagen nichts mehr.

Sieger der DM ist Alexander Lehmann (Windsurfing Journal). Gefolgt von dem letztjährigen Sieger, Michael Naumann aus Neubrandenburg. Auf dem dritten Platz landete der Hamburger Thorsten Mallon.

v.l.n.r.: Manfred Merle, Michael Naumann, Alexander Lehmann, Thorsten Mallon, Armin Höfer

v.l.n.r.: Manfred Merle, Michael Naumann, Alexander Lehmann, Thorsten Mallon, Armin Höfer

Bei den Frauen sicherte sich Birgit Höfer den Deutschen Meistertitel. Gefolgt von Kathrin Stein auf dem zweiten Rang. Den dritten Platz belegt Anja Kruse.

v.l.n.r.: Birgit Höfer, Kathrin Stein

v.l.n.r.: Birgit Höfer, Anja Kruse

Ein besonderer Dank gilt Manfred Merle, der nicht nur die Regatta leitete, sondern auch im Vorfeld der Speedsurf DM eine perfekte Organisation auch außerhalb des Renngeschehens ermöglichte und für jeden immer Zeit hatte und für jedes Problem eine Lösung hatte – Hut ab!


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