Stand Up Paddling in der Schneeschmelze – Tipps

Olaf Schwarz-hochwasser supSchmelzende Schneemassen lassen die Flüsse weit über die Ufer treten. Einige Passagen sind für die Schifffahrt gesperrt. Diese Meldung lockte am Wochenende viele Hochwassertouristen bei gefühlten Frühlingstemperaturen an die Ufer von Rhein, Mosel und vielen weiteren betroffenen Gewässern. So konnte man zum Beispiel in Köln zusehen wie sich der Rhein stündlich um 10 cm an die Stadt ran machte. Die ersten SUPler standen wieder auf ihren Bretten und hatten nach der strengen Schnee und Eiszeit wieder ein Gefühl von „Endlich wieder Sommer.“

In Zusammenarbeit mit Stefan Lütz von SWIFTWATER RESCUE wurden für euch die wichtigsten Tipps aus dem Sicherheitstraining der SUP Safety Convention zusammengestellt.

Bevor man ins Wasser geht: – Aktuelle Informationen über die örtlichen Gegebenheiten, das Wetter und Befahrungsregeln etc. einholen. Oder mit einem möglichen Bußgeld rechnen. – Mindestens zu Zweit fahren. – Wärmeschutzkleidung bedenke: beim Hineinfallen kann es zu einem Temperatur bedingtem Kreislaufschock kommen. Das Schmelzwasser verursacht eine geringere Wassertemperatur als unter normalen Umständen. Bei einer Wassertemperatur von unter sechs Grad Celsius besteht eine sehr geringe Überlebenschance. Die aktive Reaktionszeit beträgt hier 6 Minuten, stark fallend mit jedem Grad weniger! Bewährt haben sich: Kopfbedeckung, Handschuhe, Booties, Neopren oder Trockenanzug. – Aus- und Einstiege einplanen, Plan B bereithalten z.B. bei veränderten Uferbedingungen (Mauern, Zäune …) – Material auf Tauglichkeit überprüfen.

Safety Equipment: Schätze die Notwendigkeit eines Helmes ein und trage einen wenn notwendig Folgende Teile gehören mindestens zu einer guten Tour – Schwimmweste – Wurfsack – Wenn Leash dann spiralförmig (darf nicht im Wasser hängen) mit Panikverschluss am Rumpf befestigen – Handy für Notruf, wasserfest verpackt

Auf dem Wasser: Du bist beim Paddeln für deine eigene Sicherheit verantwortlich Das heißt nicht nur die Stellen an denen du dich befindest sicher meistern zu können, sondern dich vorab erkundigen welche Herausforderungen die Strecke noch bereithält, um rechtzeitig zu entscheiden ob du an Land gehst. – Wehre, künstliche Einbauten etc. meiden. Statistisch passieren hier die meisten tödlichen Unfälle. – Treibgut im Auge behalten. – Auf Hindernisse unter der Wasseroberfläche gefasst sein. – Hindernisse die über das Wasser ragen mit Sicherheitsabstand umfahren (Bäume, Brücken, Wäschespinnen …) – Alle Strömungen werden extremer. Fließen generell 3 dimensional und können auch ein Brett mit dem Volumen eines SUP nach unten ziehen. – Vorausschauend fahren heißt, jederzeit in der einsehbaren Strecke anhalten können. – Aktives und passives Schwimmen sicher beherrschen. Bei Strömung und hüfthohem Wasser nicht aufstehen, Gefahr das sich der Fuß verfängt, in Rückenlage Beine voraus schwimmen. In Brustkraul Lage gehen und mit Dreh- Kraulschlag an Land schwimmen.

Rettungstechniken, sowie umfangreiche Strömungskunde können z.B. in Köln am Blackfoot Beach Fühlinger See erlernt und trainiert werden.

Weitere Superflavor Surf Magazine Beiträge die Dich interessieren könnten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.