Surffestival auf Fehmarn 2009 – unser erstes und letztes Mal

surf festival 09 Fehmarn
surf festival 09 Fehmarn

Wow, das surf Festival auf Fehmarn 2009 zum 7. mal! Das erscheinen aller großen Windsurf-Marken war lange im Voraus angekündigt mit umfangreichen Testmöglichkeiten – was für eine Gelegenheit!

Wir planten unseren ersten Trip zum Surf Festival und buchten für die Redaktion eine Unterkunft direkt am Wulfener Hals, um immer in der Nähe des Geschehens sein zu können.

Lange überlegte ich, ob ich trotz der gigantischen Testmöglichkeiten mein eigenes Windsurf-Equipment mitnehmen sollte… Letztendlich entschloß ich mich nach gründlichen studieren aller Windvorhersagen, nur die Essentials einzupacken.

Vollgestopft mit Kameras und unseren Naish SUPs (falls gar kein Wind sein sollte) und Windsurf-Stuff gings los nach Fehmarn.

sup-test-fehmarn

Was wir sahen war wirklich imposant – eine Art Beduinen Stadt gesäumt von Fahnen aller nahmenhaften Hersteller. Aller? Nein nicht aller. Uns fiel auf, dass Marken wie Naish, Mistral, North Sails, Fanatic, Bic, Tiga, etc. nicht da waren, was wir uns mit der Wirtschaftskrise allein, nicht erklären konnten… mehr dazu jedoch später.

Als am ersten Tag zum Nachmittag der Wind auf 3-4Bft auffrischte und ich dachte, dass ich ja mal Leichtwind-Boards und Segel testen könnte, wurde ich bitter enttäuscht: alle großvolumigen Leichtwindboards waren draußen. Viele Familienväter, nutzten die kostenlose Miete, um dem Töchterchen, z.B. auf einem Tabou Manta, mit einem Neil Pryde The Fly 4,5 das Windsurfen bei zu bringen…

Wie ich einen anderen genervten Surf Festival Besucher im vorbeigehen hörte: „ …hier wird Segel über die Nose ziehen getestet…!“ Was eigentlich den traurigen Kern des Festival beschreibt und wohl auch der Grund ist, warum mittlerweile die oben aufgeführten Marken nicht mehr anwesend waren. Denn geziehltes Testen gab es kaum, sondern nur nehmen was da war.

Wir hatten den Eindruck, dass viele Stände ziemlich unmotiviert waren, keine Lust bzw. Zeit hatten zu beraten. So teilte der Mensch vom Gun Sails stand einem XS Race-Segel interessierten mit, dass das kein Segel für ihn sei und er lieber was anderes fahren sollte (die beiden hatten sich vorher noch nie gesehen)– diese Typberatung gab´s dann sogar gratis. Positiv aufgefallen sind mir die Jungs bei Sailloft und Point-7 Sails, die wirklich gerne beraten haben und sehr hilfsbereit allen gegenüber waren.

indo-board-stand-und-point-7

Trauriger „Höhe Punkt“ war am Vatertag, als dann das Gewitter mit Gewitterböen aufzog und die Blitze schon lange zu sehen waren, konnte man jemanden vom Surf-Magazin-Stand hören sagen: „Es blitzt ich muss raus, komm später noch mal.“ Alle Stände (auch die VDWS-Windsurfschule) gaben ihr Material weiter fleißig raus und Unterrichteten weiter. Das vom Surf Magazin und dem VDWS ständig hochgelebte „Safety First“ wurde mal wieder aus den eigenen Reihen als reine Floskel unter Beweis gestellt.

gewitter-windsurfen

Freitag kam der Wind gegen 18:00 Uhr pünktlich als die Testzelte geschlossen wurden, so war ich um so glücklicher mit dem eigenem Surf Material noch auf die Ostsee zu kommen.

Samstag war der Tag: 5-6 Bft. – wir top motiviert um an der F2 Speedchallenge mit dem neuesten Slalom / Race-Material … nun gut wir bekamen noch ein F2 SX 77 was eigentlich schon zu groß war… allerdings ein passendes Race-Segel zu bekommen war echt schon eine größere Herausvorderung: Gun  wollte mir ein „schnelles“ Wavesegel geben, ähnliches erlebte ich auch an den anderen Ständen. Für uns war schwer begreiflich das bis auf Point 7 kein anderer Segelhersteller Race-/Slalom-Segel mit am Start hatte, in anbetracht dessen, das der Wulfener Hals bei Wind ein ausgemachtes Race- und Freestyle Revier ist.

Kona Cup während des Surf Festivals
Kona Cup während des Surf Festivals

Was uns wirklich gut gefallen hat, war der Kona-Cup, der spannende Wettkämpfe zeigte. Wir hoffen, dass der Kona-Cup weiter ausgebaut wird!

Gefreut haben wir uns ebenfalls über Bernd Flessners sieg beim Race around Fehmarn in neuer Bestzeit!

Sicherlich wurde während des Festivals viel geboten, aber irgendwie nichts richtig.

Die Veranstaltung war alles in allem ok, oder wie mein Kollege es formulierte: Fehmarn ohne Surf Festival wäre auch nicht schlechter gewesen…“

Fehmarn wir kommen wieder, aber nicht zum Surf Festival!


P.s.: Es wird gemunkelt, das 2010 kein Surffestival mehr auf Fehmarn geben wird, sondern an einem anderen Spot mit einem weiterentwickelten Konzept…
So bald alles spruchreif ist, werden wir euch natürlich darüber berichten!

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