SUP Beratung

Vorfreude ist die schönste Freude. Und wer kennt sie nicht, die Vorfreude auf die neue Saison und das neue Material. Damit die Vorfreude nicht im Albtraum endet, da ihr mit dem falschen Equipment am Wasser steht und nicht so recht auf dem Bard stehen bleibt, nehmen wir Euch an dieser Stelle an die Hand und zeigen euch in unserer SUP Beratung, worauf es bei der Wahl des für euch richtigen SUP Material für die neue Saison ankommt.

 

Einsatzbereich

Allround
Allround SUP Boards haben kein spezielles Einsatzgebiet wie z.B. Wave- oder Raceboards. Sie sind recht voluminös, breit, kippstabil, mit der richtigen Finne spurtreu aber im Vergleich zu einem Touringboard allerdings nicht besonders schnell. Mit Allroundboards sind die ersten Stehversuche ebenso möglich wie Ausflüge in kleine Wellen. Die Brettgröße hängt in allen Kategorien vom Gewicht und Fahrkönnen des Paddlers ab.

Yoga/Fitness
SUP Boards für den Yoga/Fitnesseinsatz ähneln in den Grundlagen einem Allroundboard. Für den sportlichen Einsatz an Deck befinden sich oftmals vielzählige Befestigungsösen für z.B. Tubes oder anderes Fitnessequipment auf dem Brett. Zusätzlich ist die gepolsterte Standfläche meist von Tail bis Nose ausgeweitet.

Race
Die schmale, langgezogene Form und das schmale Heck dieser Boards sorgen für sehr gute Gleiteigenschaften und somit einen hohen Speed. Das geringe Gewicht und die schmale Bauform sorgen jedoch für eine instabile Wasserlage – deshalb sind Race-Boards nur ambitionierten und erfahrenen Paddlern zu empfehlen. Raceboards gibt es für den Flatwatereinsatz mit spitz zulaufender Nose und flachem Rocker sowie für den Open-Ocean Einsatz mit stärkerem Scoop um einem einstechen der Nose entgegen zu wirken.

Cruising/Touring
Diese Bretter finden immer mehr Anhänger. Sie sind für längere Ausflüge auf allen Gewässerarten an Küste, auf Flüssen oder Seen konzipiert. In Form und Länge liegen sie zwischen Allroundern und Raceboards. Auf dem Deck befinden sich oft Schnürungen zum Transport von wasserdicht verpacktes Gepäck.

Wave
Diese Modelle sind kürzer, recht breit und kompakt, extrem wendig, allerdings auch sehr kippelig aufgrund des geringeren Volumens. Bei den Waveboards gibt es eine große Bandbreite, weil wie beim Surfen, Brettgröße und -volumen sowie die Scoop-Rocker-Line von der Größe und der Kraft der Wellen sowie Fahrkönnen und Gewicht des Paddlers abhängen.

Whitewater
Fürs Flusswandern eigenen sich vor allem Touring Boards. Diese sollten entweder in robuster PE Bauweise oder aufblasbar sein. Für den reinen Wildwassereinsatz wird ein robustes Board benötigt. Hier führt kein Weg am Inflatable SUP vorbei um lange Freude am Board haben zu können.

Windsurfen
Viele SUP Boards bieten die Möglichkeit ein Windsurfsegel auf dem Board zu befestigen. Meist bildest ein M8 Gewinde zur Aufnahme eines Mastfußsystem die Basis dieser Funktionserweiterung. Diese sogenannte Windsurfoption ermöglicht es jedem, in Verbindung mit dem passenden Windsurf Segel, das Windsrufen zu erlernen. Windsurfoptionen gibt es sowohl bei den platzsparenden Inflatable SUP Boards als auch bei den Hardboards.

 

Bauweise / Technik

Bauweise Hardboards
ASA, AST, Carbon, Epoxy, Polyethylen, Polyester, Wood… Die Liste der verwendeten Materialien im SUP Board Bau ist lang. Die unterschiedlichen Materialien beeinflussen die Robustheit, das Gewicht und den Preis des Boards. Letztendlich entscheiden Einsatzbereich und Geldbeutel über die Beschaffenheit des Brettes der Wahl.

Bauweise Inflatables
Eine Alternative zu in traditionellen Verfahren gefertigten SUP Boards bilden aufblasbare SUP Boards, sogenannte Inflatables oder iSUPs. Neben den kompakten Packmaßen im unaufgeblasenem Zustand können Inflatables vor allem durch Ihre Robustheit punkten. Inflatable SUPs werden in einer kompakten Tasche samt Hubpumpe geliefert. Binnen ca. 5 Minuten können diese mit reiner Muskelkraft aufgepumpt werden. Durch die extrem reißfeste Spezialfaser der iSUPs findet diese Bauweise sogar im Wildwassereinsatz Verwendung. Steifigkeit und Performance stimmen!

Finnen
Jedes SUP Board besitzt mindestens eine Finne. Ohne Finne ist es beim Paddeln oder surfen nicht möglich die gewünschte Richtung zu halten. Bei Touring- oder Raceboards kommt zumeist ein Singlefinsystem zum Einsatz. Eine mittig angebrachte Finnen im hinteren Boarddrittel sorgt hierbei für Geradeauslauf und Kippstabilität. Bei Wave- und Wildwasserboards sind meist Thruster (3Finnen) oder Quad (4 Finnen) –Systeme verbaut. Das gebräuchlichste Befestigungssystem für die Mittelfinne ist das US-Box System. Die gebräuchlichsten Befestigungssyteme für die Seitenfinnen sind FCS und Futures.

Paddel
Beim Stand Up Paddling kommen sogenannte Stechpaddle zum Einsatz. Ein SUP Paddle besteht aus den Komponenten Griff, Schaft und Paddleblatt. SUP Paddle gibt es in fixer Länge, mit verstellbarem Schaft oder alternativ dreiteilig. Alle verstellbaren Paddle bieten vor allem dem Einsteiger die Möglichkeit die Schaftlänge dem Einsatzbereich und der Körpergröße anzupassen. Meistens ist dies modellspezifisch im Bereich zwischen 170 und 220cm möglich. Bei einem dreiteiligen SUP Paddle ist es zusätzlich möglich das Paddleblatt zu demontieren um das Paddle z.B. komplett in der Tasche eines iSUP verstauen zu können.

Je nach Geldbeutel und Einsatzbereich gibt es SUP Paddle aus Aluminium, Carbon, Glasfasermixturen und Plastikverbindungen. Je weicher der Schaft und das Paddelblatt, umso mehr Kraft verpufft im Wasser ohne dass Vortrieb generiert wird. Unterschiedliche Paddleblattformen sorgen für die nötige Vielfalt am Markt. Das Paddle sollte je nach Einsatz um 10 bis 25 cm länger sein als der Paddler selbst. Zu lang gewählte Paddle können zur Überlastung der Schulter mit starken Schmerzen führen.

 

Eigenschaften

Boardgrösse/Volumen
Für die Wahl des richtigen SUP Board ist das Volumen eines der wichtigsten Merkmale. Grundsätzlich machen alle Hersteller Angaben zum Volumen der SUP Boards und dem möglichen Gewichtsspektrum das Nutzers. Fehlen diese Herstellerempfehlungen kann das sogenannte Restvolumen herangezogen werden. Das Restvolumen errechnet sich aus der Volumenangabe des Herstellers abzüglich dem Köpergewicht in kg des Paddlers. Als Faustregel bei Allroundboards gilt ein Restvolumen von 120 bis 140 Liter als einsteigerfreundlich. Je besser das Paddlekönnen, desto weniger Restvolumen wird benötigt.

 

Los gehts…

Erste Paddleversuche
Der SUP Sport ist in seinen Grundzügen leicht erlernbar. Wer schwimmen kann und über das richtige SUP Material verfügt kann ohne Probleme seine ersten Stehversuche auf eigene Faust unternehmen. Wer jedoch bereits von Anfang an die wesentlichen Tipps zum Tragen, Aufsteigen, Paddeln und Steuern erhält und beherzigt erspart sich im Nachgang unnötigen Frust. Neben guter Fachlektüre empfehlen wir den Besuch eines SUP Kurses in einer entsprechenden Schulungseinrichtung. Über SUP Schulen mit einem guten Ausbildungskonzept verfügt in Deutschland die German Stand Up Paddle Association – GSUPA