Sieger der adh-Open 2015 Wellenreiten stehen fest!

In Seignosse an der Atlantikküste stehen die GewinnerInnen der diesjährigen adh-Open Wellenreiten fest. An drei Contesttagen traten hier die besten deutschen Studierenden in den Disziplinen Longboard Women, Longboard Men, Open Women und Open Men bei besten Bedingungen gegeneinander an.

Mit dabei war dieses Jahr erstmalig auch Christoph Edeler, Sportartenbeauftragter Wellenreiten beim Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh). Die adh-Open in Seignosse haben ihn nicht nur aus sportlicher Sicht überzeugt: „Besonders gut hat mir die Stimmung bei den hochklassigen Wettkämpfen gefallen. Viele Studierende haben ihre Kommilitonen unterstützt. Das trägt zur Identitätssteigerung mit der eigenen Hochschule bei und macht Sportereignisse wie die adh-Open Wellenreiten zu dem, was sie sind.“

Auch Contest Director Uli Scherb von Wavetours blickt zufrieden auf die adh-Open 2015 zurück: „In den Final-Heats haben wir die besten Surfer der Woche in den besten Wellen gesehen. Mehr kann man sich nicht wünschen.“

Paul Guenther longboard adh open

Solide Leistungen der Longboarder
Die Disziplin Women Longboard konnte Valeska Schneider von der TU München mit einem Score von 12,5 für sich entscheiden. Sie platziert sich damit in großem Abstand zu ihren Konkurrentinnen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund ihrer noch verhältnismäßig kurzen Surfkarriere eine beachtliche Leistung. Für sie hat sich die intensive Vorbereitung mit diversen Trainern bezahlt gemacht. „Sie ist sehr ehrgeizig an den Contest herangegangen. Es ist erstaunlich, wie schnell sie sich auf dieses Niveau hocharbeiten konnte“, urteilt Uli Scherb. In der Rangliste folgen der Studentin Janne Schwarck (Uni Kiel) als zweitplatzierte sowie Valerie Schlieper (Uni Hamburg) auf dem dritten und Alexandra Siebert (Uni Mainz) auf dem vierten Platz.

Der Sieger der Klasse Longboard Men der diesjährigen adh-Open ist keine Überraschung: Hier macht Paul Günther von der Hochschule Macromedia München das Rennen. Er ist über den gesamten Contest auch in der Klasse Open Men souverän gesurft. Bei den Longboard Men beeindruckte er die Judges insbesondere durch eine Welle: „He got a really good right-hander and did two good turns on his best wave, that sealed the deal for him”, so der eigens für die adh-Open aus Neuseeland eingeflogene Head-Judge Jhia Steevens über Paul Günthers Leistung. Nicht nur wegen seiner sportlichen Leistung hatte Paul Günther im Finale gut lachen: „Es waren super Vibes im Wasser. Wir sind ja auch alle Freunde, das ist sehr entspannt“. Seinem schärfsten Konkurrenten auf dem Longboard, Philip Mappes, fehlte das entscheidende Quäntchen Glück. Der Student aus Heidelberg geht als zweitplatzierter aus dem Finale. Platz drei belegt Tristan Schade von der Uni München, Platz vier geht an Lennart Girard von der Uni Kiel.

Letarcia Hurt adh open wellenreiten

Letarcia Hurt aus Australien bringt internationalen Flair mit
Was in den anderen Klassen ausblieb, tritt in der Open Women dafür umso mehr ein: Die Australierin Letarcia Hurt, die aktuell an der HAW Hamburg Ingenieurwesen studiert, gewinnt die Klasse mit Leichtigkeit und einer typisch australischen, lockeren Einstellung zum Contest: „I had no expectation on the way. I just came here to surf and have some fun, which is definitely happening.“ Obwohl sie das Finale weniger stark dominieren konnte als das Halbfinale, in dem sie mit einer 8,0 eine der bestgescortesten Wellen des Tages der Männer und der Frauen erzielte. Die verhilft ihr auf Platz drei der Tageswertungen aller Klassen und macht sie zur einzigen Teilnehmerin des Contests, die sich unter den Top 15 Topscores in der Open Klasse am Finaltage zwischen den durchweg männlichen Contestteilnehmern behaupten kann. Den zweiten Platz sichert sich Vorjahressiegerin Valerie Schlieper (Uni Hamburg), Yvonne Hoffmann (Hochschule Worms) belegt Platz drei, die Siegerin der Longboard Women Valeska Schneider (Uni München) Platz vier.

„Technik-Axel“ erstmaliger Titelverteidiger der Open Men
Bei den Open Men bricht Alexander Tesch von der Technischen Universität Hamburg- Harburg einen neuen adh-Open Rekord: Er ist der erste Gewinner der Klasse Open Men, der im Folgejahr seinen Titel verteidigen kann. Contest Director Uli Scherb: „Er hat seinen Titel trotz sechsmonatiger Surfpause aufgrund seiner Verletzung souverän verteidigt und dabei seinem Spitznamen Technik-Axel durch kontrollierte und innovative Manöver alle Ehre gemacht“. Mit seiner Leistung im Finale ist der Hamburger zufrieden: „Das war auf jeden Fall mein bester Heat. Und wenn so viele Leute am Strand stehen und uns anfeuern, dann pusht das natürlich zusätzlich.“

Im diesjährigen Contest hat sich Tesch wieder durch seinen sehr kontrollierten und fokussierten Surfstil absetzen können. Der Frontside Snap wird dabei in diesem Jahr zu seinem Signature Move. Durch seine Fin-Slides haben die von ihm gesurften Manöver ein neues Level bei den adh-Open erreicht: „Im Finale hat er gezeigt, dass er fast eine Klasse für sich ist“, so Uli Scherb. Wo seine Konkurrenten darum gekämpft haben ihre Manöver zu stehen, hat Tesch weiter spielen können. Das sieht auch Head Judge Jhia Steevens so: „Alex is a really focused contest surfer. He waited out the back for the best waves, linking big manoeuvres together to post some big scores.”

Auch abseits des Surfboards hat er sich durch sein einwandfreies Fairplay und seinen Sportgeist ausgezeichnet. Anstatt Kräfte einzusparen, sprintet er noch kurz vor seinem eigenen Finale mit den Longboards der Teilnehmer des Finalheat der Longboard Men die Wasserkante entlang, um die Surfer zu entlasten.

Zwischen Platz zwei, drei und vier des Finales Open Men fällt die Entscheidung der Judges sehr knapp aus. Das zeigt, auf welchem hohen Niveau im diesjährigen Finale gesurft wurde. Sehr gute Leistungen erbrachte auch der Zweitplatzierte Dominik Becker der HS Fresenius: „He got really short waves in the final but made the most of it, he’s more of a freestyle surfer“, Jhia Steevens. Ihm folgt auf Platz drei Bruno Luz (Humboldt Universität Berlin), der trotz Schulterverletzung im Finale antrat. Den vierten Platz belegt Philip Mappes (Hochschule Heidelberg), der auch im Longboard-Finale solide Leistungen zeigen konnte.

 

Weitere Infos:

https://www.facebook.com/adh.open.surfen?ref=settings

http://www.wavetours.com/blog/finaltag-bei-den-adh-open-wellenreiten-2015/

 

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