Vincent Langer gewinnt Panasonic Windsurf Cup auf Norderney

Kaum einer der Teilnehmer hätte damit gerechnet, dass acht Wettfahrten beim Panasonic Windsurf Cup auf Norderney möglich sein würden. Zu schlecht sahen die Windprognosen unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn aus. Doch traumhafter Sonnenschein und ausgezeichnete Rennbedingungen mit drei bis vier Windstärken ermöglichten einen perfekten Racingevent für die nationale Windsurf Elite und ausländischen Gastsurfer. Der Kieler Vincent Langer (GER-122, Starboard, Severne) konnte die Veranstaltung nach spannenden Duellen mit Sebastian Kördel (GER-220, Lorch, Neil Pryde) aus Aach bei Konstanz für sich entscheiden.

Die Basis für den Erfolg legte Langer bereits in den drei Rennen am Freitag. Nach einem dritten Platz im Auftaktrennen steigerte er sich und konnte die beiden weiteren Rennen des Tages für sich entscheiden. Damit konnte er als Führender in den zweiten Veranstaltungstag gehen. Sein größter Kontrahent Sebastian Kördel startete zwar mit einem Sieg, leistete sich aber mit einem dritten und fünften Platz zwei Ausrutscher, die ihn zurückwarfen.

Der zweite Tag brachte dann den großen Showdown „Kördel gegen Langer“. Über fünf spannende Rennen hinweg schenkten sich die beiden Racer nichts. Kördel verbuchte Laufsiege in den Rennen Nummer fünf und Nummer sechs. Langer siegte in den Rennen vier und sieben. Durch die Streicherregelung konnte Kördel nach sieben Wettfahrten seine beiden Ausrutscher des Auftakttages streichen und rückte so dicht an Langer heran. Die Entscheidung über den Veranstaltungssieg würde so im achten und letzten Rennen fallen.

Dabei konnte die Ausgangssituation kaum spannender sein: Sebastian Kördel und Vincent Langer wollten beide den Sieg beim Panasonic Windsurf Cup auf Norderney. Für Kördel war die Lage klar. Er musste dieses Abschlussrennen gewinnen, um noch eine Chance auf den Veranstaltungssieg zu haben. Langer hatte vor diesem Rennen noch einen hauchdünnen Vorsprung vom Vortag. Ihm würde deshalb ein vierter Platz genügen, um die Führung verteidigen zu können. Vincent Langer setzte die Ausgangslage konsequent um. Die sicherste Möglichkeit für Langer, um zu verhindern, dass Kördel dieses Abschlussrennen gewinnen würde, wäre selbst zu siegen. Gesagt, getan. Vincent Langer hatte einen perfekten Start und ließ sich die Führung auch über das gesamte Rennen nicht mehr nehmen.

Damit sicherte sich Langer den Sieg beim Panasonic Windsurf Cup auf Norderney mit 5,5 Punkten. Klar auf dem zweiten Platz folgt der Vorjahressieger Sebastian Kördel mit 8,1 Punkten. In dem extrem spannenden Duell mit Vincent Langer war er am Ende schließlich doch unterlegen. Trotzdem war auch seine Leistung beeindruckend, denn Langer und Kördel surften auf Norderney in einer eigenen Liga. Kein anderer Fahrer außer diesen beiden konnte Laufsiege erzielen. Langer schaffte es durch seinen Triumph den zweimaligen Norderney-Sieger Kördel vom Thron zu stoßen.

Schon mit deutlichem Abstand und 22,0 Punkten folgte Fabian Mattes (GER-202, Starboard, Neil Pryde) aus Kiel auf Platz drei. Mattes wurde im Laufe der Wettfahrten immer stärker und überzeugte am zweiten Tag konstant mit dritten und vierten Plätzen. Einen Kopf-an-Kopf-Kampf um Platz vier gibt es nur einen Punkt dahinter. Nach acht Rennen liegen der deutsche Rekordmeister Bernd Flessner (GER-16, JP, Neil Pryde) von Norderney und der Flensburger Gunnar Asmussen (GER-88, Patrik, North) mit 23,0 Punkten gleichauf. Im Tie-Break kann sich hier der Flensburger Asmussen (Platz 4) aufgrund des besseren Streichers gegen den Lokalmatador Flessner (Platz 5) durchsetzen.

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