Krämpfe auf dem Brett – wenn die Muskeln zumachen

Jeder Sportler kennt Muskelkrämpfe. Diese sind zwar ärgerlich und können ein Workout beenden, aber wirklich gefährlich sind Muskelkrämpfe an sich nicht.

Beim Surfen allerdings kann das ganz anders aussehen, denn ein Krampf mitten auf dem Wasser, alleine in der Brandung kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. Doch Krämpfe lassen sich behandeln und mit ein bisschen Vorbeugung vielfach ganz vermeiden.

Die Ursachen von Muskelkrämpfen

Muskelkrämpfe sind mal sekundenschnelle, mal minutenlange Verhärtungen der Muskulatur. Durch die Kontraktion kann die natürliche Bewegung des Muskels nicht mehr ausgeführt werden.

In der Regel ist ein Muskelkrampf die Folge eines Flüssigkeitsmangels während der Belastung. Gerade beim Surfen denken die wenigsten Sportler daran, genug zu trinken. Schließlich ist der verlorene Schweiß kaum merklich. Doch durch die Muskelarbeit braucht der Körper vor und nach dem Sport Wasser, andernfalls drohen Krämpfe.


Auch Überbelastungen erhöhen das Krampfrisiko. Die muskuläre Ermüdung steigt mit lang andauernden Einheiten und ungewohnt hoher Belastung – auch dies ist ein Gefahrenfeld für Surfer. Gerade zum Einstieg der Saison oder an besonders schönen Tagen möchte niemand das Wasser verlassen. Zusätzlich erhöht die Wassertemperatur das Krampfrisiko. Zu kaltes und zu warmes Wasser sorgen leicht für Verkrampfungen.


Machen die Muskeln häufiger zu und verkrampfen, so ist häufig ein Mangel an Mineralstoffen der Grund. Magnesium, Calcium und Kalium werden vom Körper benötigt, um einen geordneten Flüssigkeitshaushalt während des Trainings zu ermöglichen. Wer unter Mangelernährung leidet, sich chronisch schlecht ernährt oder einfach nur einen Boost neben der Ernährung braucht, sollte
mit gezielten Präparaten gegen diesen Mangel vorgehen.


Häufen Muskelkrämpfe sich trotz gesunder Ernährung, ausreichendem Trinken und nicht übermäßiger Belastung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier kann ein Blutbild häufig Aufschluss über mögliche Ursachen geben.


Der Trainingsstand selber hat übrigens weniger mit dem Krampfrisiko zu tun. Vom ambitionierten Surfer bis hin zum Gelegenheitswellenreiter besteht für alle Athleten ein erhöhtes Krampfrisiko, wenn die persönliche Belastungsschwelle überschritten wird und die Ernährung nicht stimmt.

Was tun, wenn’s krampft – Erste Hilfe bei Krämpfen auf dem Surfbrett und im Wasser

Ob beim Surfen oder beim Paddeln mit dem Brett, wenn der Krampf erst einmal den Muskel verhärtet, hilft noch eine Reihe an Erste Hilfe-Maßnahmen.

– Ruhe bewahren – Der Krampf alleine führt nicht zum Ertrinken. Statt unmäßig zu paddeln, zu schwimmen und zum Strand zurück zu hetzen, sollte zunächst einmal die Belastung reduziert und variiert werden. Eine Änderung der Schwimmweise oder des Standes auf dem Board entlastet den krampfenden Muskel. Dann geht es entspannt zum Festland zurück.

Wadenkrämpfe – Gerade der klassische, häufig auftretende Wadenkrampf ist beim Stand auf dem Board eine Gefahr, weil die Kontrolle über das Surfbrett dahin ist. Da müssen Surfer sich ganz bescheiden aufs Brett legen oder setzen und zum Festland zurück.

– Den Muskel dehnen – Ein gutes Mittel gegen den Krampf ist die Dehnung. Entweder aus dem Muskel selbst, wenn er noch nicht völlig verhärtet ist, oder aber durch einen externen Griff. Mit einem festen Griff ums Surfboard gibt es schon einmal eine Schwimmhilfe, an ruhigeren Stellen funktioniert auch das Dehnen ungestört von der Brandung.

– Hilfe – Im Notfall dürfen auch die coolsten SurferInnen sich nicht scheuen, um Hilfe zu bitten. Wer nicht gerade am einsamen Strand surft, findet immer hilfsbereite Surfer und Schwimmer in der Nähe und kann sich auf dem Board zurück chauffieren lassen. Nicht die coolste Methode, aber die sicherste.

– Pausieren – Nur sehr selten fangen Krämpfe in voller Intensität an, darum sollte gleich bei kleinen Krämpfen pausiert werden. Diese können leicht durch Dehnen aufgelöst werden. Danach darf es keinesfalls zurück ins Wasser gehen, sonst steigt die Gefahr schlimmerer Krämpfe, da müssen auch Surfwillige sich notfalls einen ruhigen Tag am Strand machen.

Krampf, aber keine Katastrophe

Krämpfe sind für die meisten Sportler nur ein kleines Problem. Auch beim Surfen ist ein Krampf meist eine ärgerliche Ausnahme. Wirklich gefährlich sind Krämpfe nur, wenn sie sich häufen. Dann nämlich sollten Ernährung, Blutsalze und Belastung beobachtet und besser dosiert werden.

 

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